Waldjugendspiele 2014

Die beiden dritten Klassen nahmen am 09.07.2014 gemeinsam mit ihren Lehrerinnen Frau Theisen und Frau Rhodius an den diesjährigen Waldjugendspielen teil.  Wie jedes Jahr war ein Parcours zu durchlaufen, wobei sowohl Wissensstationen als auch spielerische Wettkampfstationen vorkamen, an denen die ganze Klasse ihr Können beweisen musste. Da sich das Thema "Wald" als sehr umfangreich erweist, sind jedes Jahr sowohl die Schüler als auch die betreuenden Lehrkräfte gespannt, ob sie die richtigen Vorbereitungen getroffen haben.

In diesem Jahr stellte sich der Parcours für die Klasse 3 a folgendermaßen dar:

Station 1:

Zuerst sollte jeder Schüler der Klasse ein Waldtier nennen. Danach wurde über  große Säugetiere des heimischen Waldes gesprochen. Der Förster zeigte die Läufe von Rothirsch, Reh und Wildschwein, von denen er zuvor Gipsabdrücke hergestellt hatte, sodass die Spuren, die diese Tiere im Wald hinterlassen, deutlich zu erkennen waren. Auch über die Nahrung der Tiere  wurde gesprochen sowie über die Trophäen, die der Jäger vom jeweiligen Tier sammelt.

Station 2:

Hier galt es nun, das zuvor Besprochene anzuwenden. Aus einer Auswahl von jeweils sechs Karten mussten die passenden Spuren, die Nahrung und die Trophäen dem Wildschwein, dem Rothirsch und dem Reh zugeordnet werden. Das war kein Problem für diejenigen, die an Station 1 gut zugehört hatten.

 

Station 3:

Auf einem kleinen Pfad abseits des Weges sollten die Kinder nun Waldtiere in ihren Verstecken entdecken und die genaue Bezeichnung nennen (z.B. "Schleiereule"). Dies erwies sich als unerwartet schwierig für die Klasse 3 a, denn sie fanden beim besten Willen nicht mehr als sieben der zehn Waldtiere. Selbst der begleitende Förster, Herr Breitenbach, konnte die restlichen, die am Vortag noch dagewesen waren, nicht mehr auffinden.

Station 4:

Auf Baumscheiben über den Sumpf! Bei diesem Wettkampfspiel ging es darum, dass die ganze Klasse in möglichst kurzer Zeit ein sumpfiges Stück des Weges auf Baumscheiben überquert und diese auch wieder einsammelt. Nach dem zweitägigen Dauerregen waren die Baumscheiben nass und schwer. Außerdem sogen sie sich in dem Matsch des Weges richtig fest, sodass diese Übung sich als besonders anstrengend erwies.

Station 5:

Nun ging es um die Waldwirtschaft und das Thema "Nachhaltigkeit". Dazu spielte die Klasse 3 a den Wald mit Sämlingen, jungen Bäumen, mittelgroßen Bäumen und Baumriesen. Frau Theisen sollte die Försterin sein und die passenden Bäume fällen, um sie zu ernten. Anschließend demonstrierten die Schüler den Zuwachs: aus den Sämlingen wurden junge Bäume, aus den jungen mittelgroße Bäume und aus letzteren wurden Baumriesen, die geerntet werden konnten. Wichtig ist, dass nur soviel geerntet wird, wie auch nachwächst, nach dem Prinzip der Nachhaltigkeit.

Station 6:

Die Schüler sollten das zuvor Gelernte in einem weiteren Spiel anwenden. Dabei waren die verschiedenen Altersklassen der Bäume eines Waldes durch ein, zwei, drei oder vier übereinander gestapelte Baumscheiben symbolisiert. In Gruppen sollten nun die reifen Bäume geerntet werden, wobei der Zuwachs durch das Auflegen einer weiteren Holzscheibe dargestellt wurde. Nach einer gewissen Zeit wurde nachgezählt, wie viel Holz geerntet worden war und kontrolliert, ob noch genügend Bäume aller Altersklassen im verbleibenden Wald vorhanden waren.

Station 7:

Auch an dieser Station ging es um die Holzproduktion. Diesmal sollten Bilder in der richtigen Reihenfolge sortiert werden, die den Werdegang des Holzes, angefangen beim Sämling bis hin zur Fällung des reifen Baumes, den Abtransport ins Sägewerk und schließlich die Herstellung eines Möbelstückes darstellten. Das war kein Problem für die 3 a.

Station 8:

In einem weiteren Spiel sollten "Baumstämme" von einem Stapel über eine bestimmte Strecke hinweg transportiert und dort wieder aufgestapelt werden. Die dafür benötigte Zeit wurde gestoppt und in Punkte umgerechnet. Etwas chaotisch, aber hoch motiviert und vor allem schnell, lösten die Kinder der 3 a diese Aufgabe. Schade nur, dass sie die "Stämme" (es waren Rundhölzer) nicht auch noch zersägen durften.

Station 9:

Die Namen der heimischen Waldbäume und ihre besonderen Merkmale  wurden an dieser Station abgefragt. Dazu sollten ihre Früchte, Blätter, Nadeln und Rindenstücke einander zugeordnet werden. Außerdem las Herr Breitenbach kurze Beschreibungen von Bäumen vor und die Kinder sollten, sobald sie die Bäume erkannt hatten, den Namen des Baumes nennen.

Station 10:

Nun führte der Förster die Klasse wieder ein Stück quer durch den Wald. Die Schüler sollten auf diesem Weg fünf unterschiedliche Baumarten erkennen und benennen

Station 11:

Die letzte Aufgabe war es, an vier verschiedenen Fühlkästen jeweils zwei "Walddinge" zu ertasten. Mit kleiner Unterstützung durch die betreuenden Damen gelang auch das.

 
Rückmeldungen einzelner Schüler:

"Als wir alle Stationen durch hatten, gingen wir in ein Zelt und aßen. Aber die Waldjugendspiele wurden abgebrochen wegen Dauerregens." (Moritz Müller, 3 a)

"Die Bienen kamen gar nicht dran und sonst noch vieles nicht, was wir geübt haben." (Emilia Krenciszek, 3a)

"Ich hätte gern noch gesägt." (Luca Händgen, 3 a)

 

 
Die Waldjugendspiele erwiesen sich wieder einmal als eine lehrreiche Veranstaltung.

Aufgrund des Dauerregens  blieben beide dritten Klassen nicht mehr bis zur Preisverleihung, konnten jedoch in Erfahrung bringen, dass sie vordere Plätze belegt haben. Alle teilnehmenden Schüler sollten als kleine Anerkennung vom Forstamt Daun noch eine junge Eiche überreicht bekommen. Dies wird , nach Aussage von Herrn Mark (Forstamt Daun), nach den Sommerferien nachgeholt. Die Eichen können dann, gemeinsam mit einem Förster, im Mehrener Wald eingepflanzt werden.

(Monika Theisen)