Tag der Mathematik an der Ganztagsgrundschule Mehren

In Anlehnung an das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) ausgerichtete Wissenschaftsjahr 2008 (Jahr der Mathematik), an dem die Ganztagsgrundschule Mehren bereits teilgenommen hatte, führte die GTGS am Mittwoch, den 22. Juli 2015 ihren zweiten großen „Tag der Mathematik" durch.

Auch in diesem Jahr stand der ganze Vormittag unter dem Motto „Freude und Spaß an Mathematik", was vielen Schülerinnen und Schülern im Vorfeld als recht unglaubwürdig erschien. Doch der Tag selbst überzeugte dann auch die letzten Zweifler/innen, dass dies dann doch der Fall war.

Die Kinder konnten sich am Tag selbst entweder allein, oder aber mit Partnern frei im Schulgebäude bewegen und sich an den einzelnen Stationen und Angeboten erfreuen. In der Turnhalle galt es, sich an mathematische Bewegungsaufgaben heranzuwagen. Das Fach Kunst mit der Mathematik in Verbindung zu setzen bereitete den Kindern ebenfalls große Freude, konnten sie doch hier eigene künstlerische Werke – in Anlehnung an Klee, Wassily und Kandinsky – gestalten, indem sie geometrische Formen kreativ anordnen, zeichnen, malen oder kleben konnten.

Fermi-Aufgaben waren eine besondere Herausforderung für viele Kinder, sich mit ihrer alltäglichen Erfahrungswelt auseinanderzusetzen. Da die Aufgaben selbst zu ihrer Beantwortung nur unzureichende Informationen enthielten, mussten die Schüler/innen eigene Recherchen anstellen, um ihre eigenen Abschätzungen vernünftig begründen und in ihren Präsentationen demonstrieren zu können.

Des Weiteren hatten die Kinder an Stationen die Möglichkeit, Kantenmodelle verschiedener Körper zu bauen, Figuren mit Tangram-Teilen nachzulegen, Parkettierungen zu legen und zu malen sowie verschiedene Spiele (Domino, Puzzle, Quiz, u. v. m.) zu den vier Grundrechenarten durchzuführen. Dem genauen Wiegen und Messen sollte an einer weiteren Station stets das Schätzen vorausgehen.

Renner des Tages waren die beiden Stationen „Experimente und Knobeleien", die von Herrn Merkelbach vorbereitet und z. T. betreut wurden und auf eine Ausstellung der UNI Bonn „Mathematik zum Anfassen" zurückgreifen. Bei diesen Experimenten erprobten die Kinder beispielsweise, welche unterschiedlichen Körper aus Metalldrähten entstehen können, wenn diese in Seifenlauge getaucht werden. Aus unterschiedlich langen Holzstäben konnte eine Brücke gebaut werden, ohne dass Klebe- oder Befestigungsmaterialien verwendet werden durften. Dieses Prinzip wurde von Leonardo da Vinci entwickelt. Auf Kugelbahnen mit zwei gebogenen und einer geraden Bahn auf einer Grundplatte machten Kugeln ein Wettrennen und die Schüler/innen konnten ihre Vermutung bestätigen oder widerlegen, welche der Kugeln am schnellsten wäre. Bei einem weiteren Knobelspiel ging es darum, Steine so auf ein Podest aufzutürmen, dass ein Stein frei über dem Abgrund schwebte und die Teilnehmer/innen testen konnten, wessen Gebilde am weitesten herausragte.

Auch in diesem Jahr haben die Kinder die Angebote mit Begeisterung angenommen, sodass wir unser Ziel, das Interesse an der Mathematik zu wecken oder auch zu verstärken, mit Sicherheit voll erreicht haben. Ein herzlicher Dank gilt allen Eltern, die uns an diesem besonderen Tag unterstützt haben.

(Beatrix Fochs)

"Wie viele Blätter hat ein Baum?" - eine typische "Fermi-Aufgabe", an deren Lösung sich die Kinder mit zusätzlichen Annahmen schätzend herantasten (hier: Anzahl der Äste, Anzahl der Blätter eines Astes)
Kaum zu glauben, doch die Brücke hält!

Welche Bahn ist wohl die schnellste?