Erste Hilfe - Schulung

Michaela Riebschläger unterweist Drittklässler in "Lebensrettenden Sofortmaßnahmen"

 Viele Erwachsene sind - trotz Erste-Hilfe-Kurses beim Führerscheinerwerb- oft sehr unsicher, wenn sie einen Bewusstlosen auffinden, oder haben Angst, etwas Falsches zu tun. Die Unterweisung in "Lebensrettenden Sofortmaßnahmen" setzt daher bereits bei Grundschülern an: von den frühzeitigen Übungen erhofft man sich eine  Verringerung der Scheu beim Helfen.

Michaela Riebschläger sprach zunächst -in kindgerechter Art und Weise- über die wichtigen Organe in der menschlichen Brust, das Herz und die Lunge, und sie erklärte kurz deren Funktion. Diese Vorkenntnisse waren notwendig, um den Ablauf des Helfens beim Auffinden eines Bewusstlosen zu verstehen und -nach eingängigen Übungen durch jedes einzelne Kind- behalten zu können.

  • Ansprechen
  • Anfassen
  • Atmung kontrollieren

Findest du einen bewusstlosen Menschen auf, dann sind drei Dinge zu tun. Denke an die drei großen A (s.o.).

  • Stabile Seitenlage

Atmet die bewusstlose Person, so ist sie in die stabile Seitenlage zu bringen. Achte auf die Überstreckung des Kopfes!

  • Absetzen des Notrufes

Auch das Absetzen des Notrufes trainierte jedes einzelne Kind.

  • Herzdruckmassage (hier unter Anleitung durch den Defibrillator)

Fehlt die Atmung der bewusstlosen Person, so ist nach dem Absetzen des Notrufes unverzüglich mit einer Herzdruckmassage zu beginnen. Dazu muss die Person auf einen harten Untergrund gelegt und ihr Oberkörper freigemacht werden. Mit den Handballen drückt man in der Mitte zwischen den Brustwarzen (Eile ist geboten, denn nach drei Minuten  besteht noch eine Überlebenschance von 50%).

Jeder Drittklässler übte diese Herzdruckmassage unter Anleitung durch den Defibrillator an einem Modell.

Frau Riebschläger wies die Kinder darauf hin, dass sie den Defibrillator nur einsetzen sollten, wenn zwei Helfer da sind.

(Monika Theisen)